Walter Wippersberg

 

Gott

Rezensionen

Kirche In
Neues Deutschland
Ditta Rudle in BUCHKULTUR
Peter Willnauer in OÖN
Christ in der Gegenwart
3sat
DrehPunktKultur
religion.orf.at
Tasso / www.sandammeer.at
www.denkforum.at
Christian Pichler / stifterhaus.at
Manfred Chobot, fixpoetry


 

Walter Wippersberg
»Einiges über den lieben Gott«

Otto Müller Verlag Salzburg 2006
328 Seiten, Euro 22,-
ISBN-10: 3-7013-1123-4
ISBN-13: 978-3-7013-1123-1

Erhältlich in jeder guten Buchhandlung oder z.B. bei Amazon

Ein Buch, wie es bisher keines gab: Ein großer Essay, der religionsgeschichtliche Zusammenhänge aufzeigt, die sich sonst nur dem erschließen, der viel Zeit zum Studium der schier unüberschaubaren Fachliteratur aufzuwenden bereit ist.
Für manche gewiß eine Provokation. Aber ein Buch für alle, die lieber verstehen wollen anstatt einfach zu glauben.
Der biblische Gott, angeblich der Schöpfer des Himmels und der Erde, sei – sagt Wippersberg – vom Menschen geschaffen. Nach dem eigenen Bild und den eigenen menschlichen Bedürfnissen gemäß. Diese aber wandeln sich im Laufe der Zeiten, und mit ihnen hat sich dieser Gott gewandelt. Immer wieder und ganz radikal. Viele Jahrhunderte vergingen, ehe zum ersten Mal der Gedanke auftauchte, es gäbe keinen Gott außer ihm: Der Monotheismus war erfunden. Zu einer ganz bestimmten Zeit an einem ganz bestimmten Ort.
Etliche Jahrhunderte hat es übrigens auch gedauert, bis man aus dem jüdischen Wanderprediger Jesus einen zweiten, einen christlichen Gott gemacht hatte.
Äußerst kenntnisreich und sehr spannend erzählt Walter Wippersberg, wie zwei große Religionen entstanden sind, zuerst die jüdische, dann die christliche. Er räumt Mystifikationen und Dogmen-Schutt beiseite und öffnet den Blick auf eine durchaus nachvollziehbare historische Entwicklung.
Die Existenz der beiden Götter leugnet er keineswegs. Es gibt, sagt er, Gott Jahwe und Gott Jesus tatsächlich. Nämlich in den heiligen Büchern, also als literarische Gestalten. Sie existieren in den Köpfen ihrer Anhänger – und von dort wirken sie in die Welt hinaus. Wirklich ist, was wirkt.
Literarische Gestalten können aber, auch wenn man ihnen Allmacht zuschreibt, natürlich nicht in den Lauf der Welt eingreifen. Davon haben die christlichen Theologen sehr profitiert. Nur so konnten sie ihre Bürokratie der Heilsverwaltung etablieren, die machtvollste Organisation, die es auf Erden je gegeben hat.


Rezensionen

Wippersberg spricht an und aus, was kirchlich verankerte Menschen sich vermutlich gar nicht zu denken getrauen. Ein erfrischend freches Buch.
Kirche In

***
Der Buchherbst bringt nun wieder eine unüberschaubare Vielzahl von Titeln zum Thema Religion. Darunter solch lesenswerte wie von Walter Wippersberg »Einiges über den lieben Gott« (Otto Müller Verlag), der die Geschichte der Gottesvorstellungen unter dem Motto »Wirklich ist, was wirkt« mit einer wohltuenden Distanz erzählt: »Den Gott, an den ich nicht glaube, gibt es natürlich.« Wo? In den Köpfen seiner Anhänger. Darum ist mit ihm zu rechnen.
Neues Deutschland


***
Die Erfindung des lieben Gottes
Der Schriftsteller, Regisseur und Filmemacher Walter Wippersberg ist (auch) bekannt für seine analytischen und flüssig erzählten Polit-Thriller. Jetzt hat er sich eines noch brisanteren Themas als dem der politischen Verwahrlosung Österreichs angenommen. Wippersberg begibt sich auf die Suche nach dem lieben Gott und findet vorerst eine ganze Menge weniger liebe Götter. Aber, ob lieb oder kriegslüstern, Vielgötter und Eingott lassen sich nur zwischen Buchdeckeln finden. Fazit nach 300 Seiten (oder eigentlich schon nach dem ersten ironischen Satz): Einen (den) Gott gibt es nicht. Zumindest nicht als reales Wesen. Es gibt ihn nur in den Köpfen derer, die an ihn (an sie, die Götter) glauben, und natürlich in den Büchern. Gott, der Christengott im Speziellen, ist also eine literarische Figur, die sich mit der Zeit, quasi im Verlauf ihres langen Lebens, verändert und gewandelt hat. Neuigkeit ist die Erkenntnis nicht, dass dieser Gott wie alle Götter von den Menschen (nach ihrem Bild) gemacht worden ist. Neu ist aber die Untersuchung der Übermalungen dieses Bildes.
Wippersberg ist kein Wissenschaftler, sondern ein Erzähler, was nicht ausschließt, dass er sich akribisch durch Berge von Literatur (primär und sekundär) gewühlt hat, damit er seinen Göttern – denn der Jahwe ist ein ganz anderer Gott als die christliche Dreieinigkeit – eine nachvollziehbare Biografie geben kann. Er verzichtet zwar auf Literaturhinweise und Anmerkungen, gibt aber im Text genau die Stellen der heiligen Schriften an, aus denen er seine Erkenntnisse gewinnt.
Einen Essay nennt der Autor seine Philippika und gibt sich in der ersten Hälfte (wenn es um die hebräische Bibel und ihren Bezug zu nachweisbaren historischen Fakten geht) als kühler Forscher und distanzierter Berichterstatter. Doch je näher die Chronologie dem Christengott kommt, desto weniger kann sich der Autor draußen halten. Wippersberg tritt selbst auf, berichtet von eigenen Erfahrungen und landet unweigerlich immer wieder beim Holocaust. Walter Wippersberg, das hat er schon längst in Filmen, Büchern und zahlreichen Wortmeldungen bewiesen, ist ein Aufklärer (nicht ohne Grund zählt der Skeptiker und Erfinder des Essays Michel de Montaigne zu seinen Lieblingsautoren), der die Gehirne der Menschen von Spinnweben befreien will, der wünscht, dass sie verstehen statt zu glauben. Diesem Wunsch zur Erfüllung zu verhelfen, setzt er all seine stilistische Kraft ein. Das Amen im Gebet ist unvermeidbar, deshalb werden sich Gläubige aller Religionen durch Wippersbergs Befunde provoziert fühlen. Oder sich einfach nur empören, weil das Thema Religion immer Empörung hervorruft, selbst wenn der Autor zu klug ist, um sich der Lästerung schuldig zu machen. Denkende aber erhalten erstaunliche, sogar faszinierende, jedoch leicht nachvollziehbare Anregungen für ihre persönliche Auseinandersetzung mit Religion und den Bildern der Götter.
Ditta Rudle in BUCHKULTUR

***
Wie tot ist der liebe Gott? – Spannende Lektüre
»Gott ist eine literarische Figur« , behauptet Walter Wippersberg in seinem Buch »Einiges über den lieben Gott« . Gestern Abend diskutierte er mit Christian Schacherreiter und dem Publikum im Stifterhaus über seinen religionskritischen Großessay.
Ein frommes Raunen dringt aus dem Medienwald: Gott ist gar nicht tot, wie Nietzsche offensichtlich ein wenig vorlaut und voreilig festgestellt haben soll. Glauben und Gebet lohnen sich wieder. In Büchern und Talkshows, die zu öffentlichen Beichtstühlen und Bekenntnisaltären mutieren, kann man dies wahrnehmen - und flugs wird ein »Trend« daraus. Fügt sich also »Einiges über den lieben Gott« nahtlos in diesen Trend? Ich behaupte: Mitnichten! Es erscheint mir eher als Gegenentwurf zu dieser neuen Glaubenseuphorie.
Wippersberg ist ein Schriftsteller, also jemand, der aus Büchern und für Bücher lebt. Für ihn ist Gott nicht nur tot, sondern er hat, so wie wir ihn glauben (sollen), überhaupt nie existiert. Gott ist für den Autor eine Erfindung von Menschen, die ihre Erfahrungen, Ängste, Wünsche in ihn projiziert und in Geschichten, Gebeten, Gesängen festgehalten haben: Gott ist also eine literarische Figur!
Und dieser »literarischen Figur« in den heiligen Büchern des Juden- und Christentums von der Genesis bis zur Apokalypse geht Wippersberg sehr genau und ausführlich nach. Er weist aber auch immer wieder in vielen Beispielen und Exkursen in die Gegenwart der beiden Religionen auf die Folgen dieser »Gotteserfindungen« hin – und spätestens hier liest sich das Buch, besonders, was das Christentum betrifft, naturgemäß auch als »Sündenregister« .
Dem Vernehmen nach hat der Autor dreißig Jahre lang über dieses Thema nachgedacht. Es ist also auch ein wenig so etwas wie eine »Autobiographie der religiösen Abnabelung« und der Entwicklung eines aufgeklärten, der toleranten Vernunft verpflichteten Bewusstseins.
Nicht zufällig stammen daher manche der 66 Kapitelüberschriften von Aufklärern, zum Beispiel von Michel de Montaigne (»Allgemeingültigkeiten müssten besser untersucht werden«) oder Georg Christoph Lichtenberg (»Dinge zu bezweifeln, die ganz ohne weitere Untersuchung geglaubt werden, das ist die Hauptsache überall«).
Die neben der umfassenden Sachauseinandersetzung parallel laufende Selbstreflexion in Sachen »Lieber Gott« gestaltet die Lektüre spannend und lohnend, weil ja auch jeder Leser seine eigene religiöse oder nichtreligiöse Autobiographie hat.
Wer sich unvoreingenommen auf dieses Buch einlässt, wird Erkenntnisse gewinnen und Erfahrungen machen und diese vielleicht durch eine neuerliche Lektüre der biblischen Bücher nachprüfen wollen. Man könnte also in beiden Fällen (Wippersberg und Bibel) die Einladung eines der einflussreichsten Glaubensfürsten des Christentums aussprechen: »Nimm und lies!«
Peter Willnauer in Oberösterreichische Nachrichten

***
Walter Wippersbergs Bekenntnis ist eindeutig: Der »jüdisch-christlich-muslimische Gott« sei »eine Erfindung, an der viele Menschen mitgewirkt haben, in sehr unterschiedlichen historischen Situationen, oft wohl aus sehr großer existentieller Not heraus«.
Darüber hinaus interessieren den Autor vor allem die Folgen der Gotteserfindung für andere Menschen. Gott als literarische Figur entlarvt zu haben, in deren Namen unentwegt Entsetzliches geschah, gilt in diesem Buch als eine »der ganz großen Kulturleistungen der Menschheit«. In vielem liest sich der atemlose Text wie eine einzige Anklage des Christentums, zumal in dessen kirchlich-katholisch institutionalisierter Form. Daß »nach dem Holocaust noch jemand an ihn glauben mag« , sei nicht zu fassen. »Wer es fassen kann, der fasse es: Sogar nach diesem letzten großen Verrat lieben ihn Menschen noch.« Nicht irgendein höheres Wesen, sondern »manche« lieben wirklich Gott – das meint: den Gott, der in die Geschichte eingreift. Was, so die verstörende Frage des Autors, ist eigentlich human an Gott? Dies ist das nervöse Zentrum des Buches.
Christ in der Gegenwart

***
Einiges über den lieben Gott
»Wie er erfunden wurde – und wohin das geführt hat«; bereits im Untertitel seines neuen Buches erklärt der Schriftsteller und Filmemacher Walter Wippersberg seinen Zugang zum Thema »Gott«.
Wippersberg möchte in dem Buch »die Reste meines Kinderglaubens« fortschreiben. Dabei ist der Autor durchaus überzeugt, dass Gott »wirklich« ist. Denn »wirklich ist, was wirkt« und dass der in den Köpfen seiner Anhänger existierende Gott wirkt, ist für Wippersberg eindeutig. Daher interessiert ihn Gott auch »als menschliches Konstrukt, als literarische Gestalt«.
Aus diesem Grund macht sich Wippersberg in »Einiges über den lieben Gott« auf die Suche nach der Entstehungsgeschichte des Glaubens an Gott. Unter Zuhilfenahme zahlreicher religionswissenschaftlicher und historischer Daten und der biblischen Berichte forscht er etwa nach dem Alter Gottes (»Dreitausend, höchstens dreieinhalbtausend Jahre mag er alt sein«), nach der Geschichte der teils blutigen Opfer, die in der jüdisch-christlichen Bibel geschildert werden ( »Jahwe liebte es blutig« ) oder schildert den christlichen »Beginn der Jenseiterei« . Es ist ein ungewöhnlicher, für manchen Leser wohl auch ein provokativer Zugang, den Wippersberg zum Thema »Gott« wählt – auf jeden Fall ist es ein bemerkenswerter Zugang und ein lesenswertes Buch.
3sat (Buchauswahl von bookmark zum Thema »Frankfurter Buchmesse«)

***

Sehr gut erfunden!
Was, wenn das Geweihnachte und alles davor und danach einfach nicht wahr wäre? Walter Wippersberg argwöhnt das nicht nur, er will es ganz genau wissen: »Wie Gott erfunden wurde und wohin das geführt hat« schildert er mit pfiffigem Infotainment.
Gott den Menschen nach seinem Ebenbilde? Walter Wippersberg, Schriftsteller, Regisseur, Filmemacher und Film-Professor an der Wiener Filmakademie, dreht den Spieß ganz einfach um: Der Mensch schuf Gott nach seinem Ebenbilde. Und Gott wurde, so beschreibt er in diesem anregenden Buch, im Lauf der Jahrtausende als Persönlichkeit mehrfach von Grund auf umgekrempelt.
Gott macht das erhebliche Identitätsprobleme. Das erfahren wir in jenen Kapiteln, in denen er sozusagen selbst zu Wort kommt: ein alter Herr, der fürwahr schon bessere Zeiten gesehen hat. Einer, dem es (wie lange eigentlich schon?) durchaus auch langweilig ist dort oben oder wo auch immer. Schließlich reagieren die Menschen relativ sterotyp und vorhersehbar - gerade für einen Gott, dem die gläubigen Menschen zutrauen, dass er eh schon alles weiß.
Nicht, dass Walter Wippersberg mit seinem Buch theologische Erkenntnis vollends auf den Kopf stellte. Dass unsere Vorstellung von Gott aus unserer Erfahrung heraus geprägt ist, dass sich die Juden Jahwe aus der eigenen Vorstellungswelt heraus imaginiert haben, versteht sich eigentlich von selbst. Das ist nirgendwo anders – und genau deshalb gibt es auch Pinzgauer Heimatkrippen. Schön aber, wenn das jemand mit schriftstellerischer Pfiffigkeit entlang der Geschichtsfäden aufschlüsselt. Dass Wippersberg es aus der Perspektive des Agnostikers, mehr noch: des Atheisten angeht, ist für Christenmenschen ein Schönheitsfehler, den man dafür eigentlich gerne in Kauf nimmt.
Ein Gutteil der Gedanken, die Wippersberg gemäß seiner Profession als ein ziemlich pfiffiges »Script« zu einem Film aufbereitet, haben sehr ernsthafte Theologen vorausgedacht. Des Autors Literaturkenntnis ist ansehnlich. Wer viel erfahren will über die Entstehung des Alten Testaments, über die Lebensumstände in biblischer Zeit, über Zusammenhände zwischen jeweiliger politischer Lage und religiöser Befindlichkeit - der wird dieses über dreihundert Seiten starke Buch zu schätzen wissen: Hier ist vieles zusammengefasst, was man aus theologischen Fachbüchern erst mühsam destillieren muss. Aufs »Infotainment« versteht sich Wippersberg. Wer glaubt, Theologie sei sperrige Materie, wird eines Besseren belehrt.
Was den Wippersberg'schen Gottvater besonders ergrimmt: dass sich das Christentum mit seinem Sohn einen Nebengott geschaffen habe; dass also er, der Allmächtige, von der Theologie hinauskomplimentiert wurde aus dem eigenen Himmel, degradiert zum Abstraktum. Da beginnt der stärkste Gott am Ego zu zweifeln. Gott werde, so schreibt Wippersberg, »nicht alles glauben, was über ihn geschrieben steht«. Unter anderem werde er, »so darf angenommen werden, daran zweifeln, dass er – oder ein Teil von ihm – schon einmal Mensch geworden sei vor zweitausend Jahren«.
Gott erleide, so schreibt Wippersberg ziemlich am Beginn des Buches, »das Dilemma aller literarischen Gestalten: Sie wirken zwar aus den Büchern heraus in die Menschen hinein, sie können aber die Bücher nicht verlassen«. Einmal zumindest wäre eine Inkarnation unbedingt nötig gewesen: »Am Bündnis mit seinem auserwählten Volk kann und will Gott nicht zweifeln, also hätte er - und sei es Fleisch, also Mensch geworden – dieses sein Volk vor dem Holoaust bewahren und retten müssen. Oder mit ihm darin umkommen.«
Reinhard Kriechbaum / DrehPunktKultur, Die Salzburger Kulturzeitung im Internet

***
Gott-Suche: Kritische Gedanken über den Lieben Gott

Ein Buch für alle, die lieber verstehen wollen, anstatt einfach zu glauben – das war das Ansinnen des oberösterreichischen Regisseurs, Schriftstellers und bekennenden Atheisten Walter Wippersberg. Herausgekommen ist »Einiges über den lieben Gott. Wie er erfunden wurde – und wohin das geführt hat«. Wippersberg versucht in diesem Buch, dem Gott der Bibel – den der Autor nur als literarische Figur sieht – auf die Spur zu kommen und, als Nicht-Theologe, religionsgeschichtliche Zusammenhänge aufzuzeigen. Als Provokation wird das Buch von manchen betrachtet – wie auch das Nachdenken über Gott des Schriftstellers, Religionswissenschafters und ehemaligen Priesters Adolf Holl von vielen als provokant verstanden wird. Im ORIENTIERUNG-Beitrag kommen beide »Provokateure« zu Wort, nicht zuletzt, um Antworten auf Fragen zu suchen: Von welchem Gott ist die Rede, wenn Juden und Christen zu ihm beten? Wer ist der Gott der Bibel? Wie angesichts des Leids und der Shoa noch von Gott reden – und an ihn glauben?
religion.orf.at

***
Walter Wippersberg ist kein Unbekannter. Man weiß ihn längst als ebenso scharfzüngigen wie feinsinnigen Essayisten zu schätzen. Seine einem breiten Publikum vor allem aus den Feuilletons von Qualitätszeitungen bekannten Aufsätze zeugen von höchster Wortgewandtheit und einer geradezu enzyklopädischen Belesenheit. Seine Texte gelten als informativ, ernsthaft und provokativ. Drei Qualitätsmerkmale, die, richtig dosiert, ein Erfolg versprechendes Buch abgeben. Insbesondere wenn es dabei um Religion geht, solcherart feinnervige Empfindlichkeiten fraglos gereizt werden. Denn Walter Wippersberg, seines Zeichens fürwahr kein Frömmler, hat den verdienten Ruf, so manch gläubigem Christenmenschen ein rechtes Ärgernis zu sein. Der eine oder andere von jenen bekannte sich schon öffentlich dazu, für Walter Wippersbergs Seelenheil zu beten. Zur Besinnung ist es bekanntlich niemals zu spät.Auch dieses im - übrigens christlichen (!) – Otto Müller Verlag erschienene Buch mag nun geeignet sein, so manchen Nerv freizulegen. Von christlicher Seite hagelt es bereits Vorwürfe. Unter anderem jener, die Prämisse zu seinem Buch sei die Nichtexistenz Gottes, und er durchschneide die Heiligen Schriften einzig zu dem einen Zweck, die Selbstevidenz der von ihm gewissermaßen vorausgesetzten Gottlosigkeit nachzuweisen. In der Tat ist Gott für Wippersberg eine literarische Figur, die in den jeweiligen historischen Verhältnissen ihr sich stets wandelndes Gepräge erhielt. Nicht Gott schuf also den Menschen, sondern der Mensch schuf Gott. Seine Existenz ist demnach insoweit verbürgt, als er im Denken und Sehnen der Menschen gegenwärtig und vermittels dieser in der Welt wirkmächtig ist. Wie es jedoch um den transzendenten Gott bestellt ist, darauf lässt sich der Autor nicht ein. Von einer Nichtexistenz des einen wahren Gottes zu sprechen, wäre ja auch ein theologischer Fehlschluss, denn Existieren oder Nichtexistieren kann allemal ein Ding, das der Daseinssphäre menschlichen Sinnens angehört. Gott nun aber ist in keiner Hinsicht auch nur irgendwie menschlich und folglich auch nicht nach Kategorien irdischen Erkenntnisvermögens fassbar.
Wippersberg beschränkt sich auf den irdischen Gott – auf den Gott der Elendigen im Jammertal. Mit feiner Ironie reflektiert der Autor die seines Erachtens einzig literarische Figur einer sich stetig wandelnden Gottesvorstellung, wobei es ihm zuweilen zur Unschärfe gerät, ob sich seine Kritik nun primär auf die Biografie von Menschen bezieht, die eine Idee von Gott definiert und praktiziert haben, oder ob er vielleicht nicht doch, im atheistischen Furor, eine Biografie der Nichtexistenz Gottes meint. Einen Furor, welchen Wippersberg bei Vorhaltung übrigens entschieden in Abrede stellt, denn im Fokus seines Interesses stehe jener Gott, der in den Köpfen der Menschen existiert. Wippersberg ist ja auch, bei all seiner universalen Bildung, weder Theologe noch Historiker, sondern in erster Linie Literat. Und als solcher dem Mythos zugeneigt. Die Heiligen Schriften sind für ihn nicht Wort Gottes, sondern große Menschheitsdichtung. Und als Dichter nimmt er sich das Recht heraus, es den alttestamentarischen Propheten gleich tuend, die Biografie des dreifaltigen Christengottes fortzuschreiben. Ein poetischer Akt von in der konkreten Umsetzung gewiss origineller Natur und überdies bar jeglicher billiger Polemik, doch spätestens jetzt wird wohl so manchem christlichen Leser die Zornesader schwellen.
Man darf getrost sagen, dass es sich bei dieser jüngsten Schrift des Walter Wippersberg um eine sehr ernsthafte, wenn auch seinem Grundinstinkte gemäß nicht ganz faire, weil das Christentum in generalisierender Manier als reaktionär denunzierende Schrift handelt, die ihm nicht beiläufig aus dem Handgelenk geflossen ist, sondern der ein fundiertes Text- und Quellenstudium vorangegangen ist. Die kritische Würdigung des Gottes der Buchreligionen (Judentum, Christentum, Islam) ist dem Autor ein überbordendes Anliegen. Theologische Reflexionen wechseln mit poetischen Annäherungen ab. Auch aus seiner grundlegenden Ablehnung macht der Literat keineswegs eine Mördergrube. Denn der Gott der großen monotheistischen Weltreligionen sei in Hinblick auf seine historische Bedingtheit fraglich und, anders als Voltaire und Kant es annahmen, für eine gesittete Sozialdisziplin entbehrlich. Letztlich erkennt der Rezensent das besprochene Buch nicht als Sachbuch im eigentlichen Sinne, sondern als lustvollen Versuch eines ob seines intellektuellen Skeptizismus Nichtglaubenden, sich mit dem Faszinosum Gott auf respektvolle und zugleich irgendwie auch lästerliche Art und Weise ins Einverständnis zu setzen. Ein Essay der Nachdenklichkeit aus der Feder eines Gottlosen, der sich für Gott begeistert, ohne ihm ein Knecht zu sein.
Tasso / www.sandammeer.at

***
Wer sich ernsthaft mit der jüdischen und christlichen Religion sowie den Wurzeln der Glaubensinhalte und der Geschichte des Christentums auseinandersetzen möchte, dem sei das Buch »Einiges über den lieben Gott....« von Walter Wippersberg empfohlen. Da gehen dem Interessierten die Augen auf! (Auch Spitzentheologen können, wie Rezensionen im Internet zeigen und wie eine Forumsdiskussion am 16. 1. in Graz ergab, dem Autor keine gravierenden Fehler nachweisen).
www.denkforum.at

***
Gott, eine Geschichte

Wenn Walter Wippersberg mittendrin, auf Seite 119, Montaigne zitiert, so ist das Ausdruck einer entspannt religionskritischen Haltung:
„Wenn eine Gans sich einen Gott erdichtet, dann muss er schnattern.“
Doch an Anfang und Ende seines Essays „Einiges über den lieben Gott“ setzt Wippersberg wütend eine Klammer: Verdammt sei dieser jüdisch-christliche Gott, der ein einziges Mal in das Weltgeschehen eingreifen hätte müssen, als sein Volk im Holocaust hingeschlachtet wurde. Im Schlusswort, in einer von mehreren Reflexionen über Gott, schreibt Wippersberg:
„Will er nicht ewig in seiner Schande, das große Schlachten überlebt zu haben, weiterexistieren, so bleibt ihm als Hoffnung also nur, aus den Köpfen der Menschen, also überhaupt, zu verschwinden.“
Ob dieser Gott „real“ existiert, können wir Menschen unmöglich wissen (insofern, dies eine Pointe, sind AtheistInnen „gläubig“: Sie glauben an die Nicht-Existenz Gottes). Das „Wissen“ gläubiger Juden und Christen über ihren alten Gott Jahwe beruht auf der hebräischen Bibel, von den Juden „Tanach“, von den Christen „Altes Testament“ genannt. Beide unterscheiden sich in Chronologie und Auswahl der Texte in entscheidenden Punkten. So ist der Tanach als abgeschlossenes Werk konzipiert, während das Alte Testament auf Kommendes verweist, auf den Messias des Neuen Testaments.
Walter Wippersberg, gebürtiger Steyrer, Filmemacher und Autor, analysiert diese Schriften als literarische Texte. Er folgt damit einer geisteswissenschaftlichen Tradition, die im 19. Jahrhundert mit Nietzsche ihren vorläufigen Höhepunkt fand: Nicht Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild, sondern der Mensch schuf Gott. Nicht Gott offenbart sich in den Schriften (wie Juden und Christen glauben), sie sind vielmehr Ausdruck politischer und religiöser Ideen von Menschen. Die Schriften dienten, meint Wippersberg, stets auch Machtinteressen sowie der (nachträglichen) Legitimierung von jüdischer und christlicher Identität.
Was Wippersberg über diesen jüdisch-christlichen Gott zutage fördert, liest sich für den christlich geprägten Europäer an manchen Stellen wie ein (Aufklärungs-)Thriller, akribisch belegt mit Zitaten aus den Schriften und präziser Analyse. Dieser Gott sei unwandelbar, wie Juden und Christen behaupten? Mitnichten. Bei Abraham ringt Jahwe, zu dieser Zeit noch ein Gott unter vielen, bisweilen fast schüchtern um Anerkennung. Und erließ er Abraham noch gnädig das Menschenopfer (des Sohnes), mit dem er ihn prüfen wollte, so ist er rund vier Jahrhunderte später bei Mose ein herrischer Kriegsgott mit Monopolanspruch. Dieser fordert von Mose das Niedermetzeln besiegter Völkerschaften (Wippersberg schreibt hier explizit von „Völkermord“) - im Widerspruch dazu, dass Mose eben erst die zehn Gebote (darunter das Tötungsverbot) von Gott erhalten hat. Nicht also bloß ein wandelbarer, sondern auch ein widersprüchlicher Gott.
Und ein wankelmütiger Gott, der nicht so richtig weiß, was er will. Mit sichtlichem Genuss zitiert Wippersberg eine wenig bekannte Bibelstelle, wonach Gott Mose töten wollte, nachdem er ihm gerade erst befohlen hatte, sein Volk aus Ägypten zu führen. Ein symbolisches Opfer rettet Mose:
„Unterwegs am Rastplatz trat der Herr dem Mose entgegen und wollte ihn töten. Zippora (Moses Frau, Anm.) ergriff einen Feuerstein und schnitt ihrem Sohn die Vorhaut ab. Damit berührte sie die Beine des Mose und sagte: Ein Blutbräutigam bist du mir. - Da ließ der Herr von ihm ab.“ (Ex 4, 24-26)
Der Auszug der Israeliten ins gelobte Land, zentrales Geschehen des jüdischen Glaubens: Außer in der hebräischen Bibel nirgendwo erwähnt, meint Wippersberg, historisch höchst ungesichert, aller Wahrscheinlichkeit nach ein Märchen. Die Landnahme Kanaans, damals (13. Jahrhundert v. C.) ägyptische Provinz, ist bei den ansonsten alles penibel dokumentierenden Ägyptern nirgendwo notiert worden.
Marketing-Genie Paulus
War Jahwe womöglich eine Schöpfung des Menschen, so ist laut Wippersberg der Gottessohn Jesus Christus eine Erfindung der Kirche. Jesus selbst habe die Organisationsform Kirche noch gar nicht gekannt, als Erlöser wurde er erst nach seinem Tod konzipiert. Die JUNGFRAU Maria, seine Mutter? Zum einen damals eine beliebte Vorstellung im griechischen Kulturraum, dass große Menschen aus der Verbindung eines Gottes mit einer Frau hervorgehen. Zum anderen ein Übersetzungsfehler vom hebräischen Original in die griechische Version, aus der die griechisch schreibenden Evangelisten zitieren. Nicht von einer Jungfrau, sondern von einer jungen Frau ist ursprünglich die Rede.
Um das „neue“ Christentum vom „alten“ Judentum herauszulösen, bedurfte es des Marketing-Genies Paulus. Kreuzigung und Auferstehung, zentrales Geschehen der Christen: Paulus selbst weiß, seine Lehre sei „für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit“ (1 Kor 1, 23). Wippersberg, aus der Sicht der Juden:
„Das Menschenopfer wird jedenfalls nicht mehr praktiziert, seit vielen Jahrhunderten schon nicht mehr, und nun soll Jahwe als Vatergott seinen eigenen Sohn geopfert haben? Wem eigentlich? Sich selbst? Und nur dadurch, dass man seinen eigenen Sohn zu Tode foltert, kann Jahwe sich mit der Welt und sich selbst versöhnen?“
Um sich von den Juden abzugrenzen, unterfütterte Paulus seine Briefe mit Hasstiraden gegen sie - der Beginn eines schlussendlich mörderischen christlichen Antisemitismus. So schreibt Paulus (oder einer, der unter seinem Namen schreibt? - egal, der Antisemitismus ist in die Welt gesetzt) über die Juden (1 Thess 2, 14-16): „Diese haben sogar Jesus, den Herrn, und die Propheten getötet; auch uns haben sie verfolgt. Sie missfallen Gott und sind Feinde aller Menschen; sie hindern uns daran, den Heiden das Evangelium zu verkünden und ihnen so das Heil zu bringen.“
Aus einer Vielzahl von christlichen Sekten und Lehren geht nach Jahrhunderten die katholische Kirche als Siegerin hervor - wobei Paulus viele Ansichten vertreten hat, die gegenwärtige katholische Kirchenväter als ketzerisch ansehen würden (die Jungfräulichkeit Mariens etwa hätte Paulus vermutlich als lächerlich empfunden).
Was Wippersberg tut: Er zeigt auf den Kaiser und sagt, dass dieser nackt sei. Verblüffend, wenn nicht haarsträubend: Im Namen eines Gottes, der über den Menschen thront, vielleicht aber bloß von Menschen erschaffen wurde, wurden fast zwei Jahrtausende lang Kriege geführt, „Heiden“, „Hexen“ und Andersgläubige gefoltert und ermordet. An einer Stelle deutet Wippersberg die Pointe, somit die Vergeblichkeit aller Aufklärungsarbeit an: Da, wo die alten Götter durch Aufklärung und Säkularisierung verblassen und endlich verschwinden, füllen die Menschen das entstandene Vakuum rasch mit neuen Göttern - ein Vorgang, von dem nicht zuletzt das Christentum im Alten Rom profitiert hat.
Christian Pichler / stifterhaus.at

***

Ob der liebe Gott tatsächlich lieb ist? – fragt nicht nur Walter Wippersberg

„Den Gott, an den ich nicht glaube, gibt es natürlich.“ So beginnt Walter Wippersberg sein Buch über den biblischen Gott, von dem behauptet wird, er habe den Himmel und die Erde sowie die Menschen erschaffen. Von den Schöpfungsmythen abgesehen, beginnt die Geschichte, mit dem Aramäer Abraham, der in der mittleren Bronzezeit als Nomade im südlichen Mesopotamien gelebt hat. Er hat mit Gott gesprochen, eigentlich mehr „gefeilscht“, wie viele Gerechte in Sodom zu finden seien. Von fünfzig ließ sich Gott von Abraham bis auf zehn Gerechte herunterhandeln. Da sich nicht einmal so viele finden ließen, vernichtete Gott die Städte Sodom und Gomorra. Bloß Abrahams Neffe Lot wurde gerettet. Gott forderte von Abraham, dass er ihm seinen Sohn Isaak opfert. Damals war Gott noch nicht allwissend, sonst hätte er um Abrahams Ergebenheit gewusst und Abraham hätte durch den Opfertod seines Sohnes Isaak nichts beweisen müssen. Im letzten Moment rettet ein Engel Isaak und verhindert das Brandopfer.
Bei der Eroberung Kanaans stand Gott treu auf der Seite seines Volkes, jedoch die Unterlegenen sollten ihm geopfert werden, von Güte keine Spur, weder Mensch noch Tier sollten überleben. Gott hatte sich zu einem Kriegsgott gewandelt, der kein Pardon gelten ließ.
Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich Gott, als wäre er selbst mehrere Götter. Seine Güte kam erst später hinzu. Noch lange sollte es dauern, bis Jesus geboren wurde. Für den Vater nahm der Sohn die Sünden der Menschen auf sich. Gottvater hielt sich in diesem Fall im Hintergrund, wurde selbst nicht aktiv wie damals mit Sodom und Gomorra oder bei der Sintflut. Anders als bei Isaak schickte er keinen Engel, um den Kreuzestod seines Sohnes zu verhindern. Hatte er in der Bronze- und Eisenzeit noch mit Abraham und Moses gesprochen, schwieg er später konsequent, kaum ein Zeichen, um mit seinen Verehrern zu kommunizieren.
„Im babylonischen Exil lernten die Deportierten auch eine Religion kennen, die sich von den anderen der Gegend stark unterschied: Die dualistische Lehre des Zoroaster. Hier steht der gute Gott Ahura Masda dem bösen Geist Angra Manju entgegen“, schreibt Walter Wippersberg (S. 138). Die jüdischen Gelehrten ließen sich von der Idee eines guten Gottes inspirieren. Später schleicht sich der Teufel in das Christentum. Auf Ideen gibt und gab es niemals ein Copyright. Davon ist das Christentum keineswegs gefeit. Nicht nur Dichter lassen sich inspirieren. In der Kunst spricht man von Eklektizismus: von jedem das Beste nehmen.
Oft wird Kaiser Konstantin zum ersten „christlichen“ Kaiser stilisiert. Dabei wird verschwiegen, dass sich das Christentum nicht linear entwickelte, nicht dem simplen Prinzip gehorchte: Die Römer verfolgten Christen, bis sich der Glaube durch die eigene Kraft durchgesetzt hat. Vielmehr kämpften glaubenspolitische Richtungen erbittert gegeneinander: Trinitarier gegen Arianer. Jeder behauptete, die Weisheit und Wahrheit für sich gepachtet zu haben. Athanasius, von dem sich der Name herleitet, blieb siegreich. (Man verehrt ihn noch immer als Schutzpatron gegen Kopfschmerzen.) Wie es politisch und theologisch zuging zwischen Arianer und Trinitarier lässt sich bei Wippersberg genau nachlesen.
Oder über Augustinus, den Heiligen, dem wir verdanken, dass Sexualität eine Schweinerei ist, den Hunden und eben den Schweinen angemessen, nicht aber den Menschen. Den Geschlechtsakt zu vollziehen, sei immer und unter allen Umständen Sünde. Fortpflanzung solle ohne „wollüstige“ Empfindung geschehen, aus bloßer Willenskraft. Bloß keine sexuelle Erregung, schon hat man, ohne es zu wollen, eine „Erbsünde“ begangen. Dazu hat sich Gott allerdings nicht explizit geäußert.
Walter Wippersberg geht bei seiner Analyse chronologisch und akribisch vor, indem er sich nicht nur auf die christliche Bibel, sondern ebenso auf die hebräische Bibel, den Tanach und die Thora, beruft. Er stellt weder Behauptungen noch Mutmaßungen an, die nicht verifizierbar sind, sondern fügt Analysen aneinander, allesamt heilige Bücher, an die Wippersberg mit einem literatur- und stilkritischen Anspruch herangeht.
Niemand kann Walter Wippersberg unterstellen, er habe nicht genau gelesen, ganz im Gegenteil: er hat sehr genau gelesen, sogar genauer als es dogmatischen Religionsbefürwortern recht ist.
Wer etwas über das Verhalten von Massen und das Machtverhalten der Menschen erfahren möchte, greift zu „Masse und Macht“ und wird erkennen und nachvollziehen, dass Elias Canetti recht hat. Wer etwas über Gott und Religion erfahren möchte, Dogmen und Glaubenssätze nicht unhinterfragt hinnehmen mag, kommt an dem Buch von Walter Wippersberg nicht vorbei. In meiner Bibliothek stehen diese beiden Bücher nebeneinander!

Manfred Chobot, fixpoetry


Zurück zur Homepage